Reflexzonenmassage

June 27th, 2009

Die “Bild für den Bildungsbürger” fasst die momentane Gemütslage der demokratisch gewählten Volksvertreter der grossen Volksparteien einmal in einer knappen Halbspalte zusammen.

“Das Internet” – in der Politik momentan gerade hauptamtlich in einer seiner Inkarnationen namens “Twitter” wahrgenommen – stellt durch seinen wachsenden Durchdringungsgrad der Gruppe “wahlberechtigte Bürger” und die Tatsache, daß man es mittlerweile sogar auf dem Klo vom Fussballstadion benutzen kann, eine Gefahr dar.

Die Bedrohung wird auch konkret benannt: Bei Wahlen könnten “via Internet [] Unentschlossene mobilisiert werden.” Dieses Szenario wird – in trockener Offenheit – als “GAU” deklariert.

Da verinternetzte Wähler potentiell nicht – wie offenbar vorgesehen – die Wahlergebnisse passiv auf der Fernsehcouch konsumieren sondern die Wahl wohlmöglich durch aktive Teilnahme “manipulieren” können, werden hier empfindliche Reflexzonen politischer Macht stimuliert. Der damalige Klassenbeste beim Pavlov-Kursus im SPD-Survivalcamp, Dieter Wiefelspütz, brillierte auch hier wieder durch schnellste Reaktionen: nachplatzierte Kandidaten brauchten bis zu 7,9 Sekunden länger, um die “echte Wahlen gehören doch verboten”-Taste zu lokalisieren.

Kleiner Tip, ganz privat:

Falls wirklich mal etwas “passieren” sollte, herrscht lokal zwar gerade ein wenig Fachkräftemangel beim “Wiedereinrenken” manipulierter Wahlen, jedoch wird man hier sicherlich in einer Art reversierter Entwicklungshilfe preiswerte Unterstützung bei iranisch/afrikanischen Bruderstaaten beantragen können.

Wer hat uns verraten?

June 16th, 2009

Heute bleibt dem nichts hinzuzufügen.

Der Sachbearbeiter in deiner Unterwäsche

June 4th, 2009

Wenn man hierzulande mal längerfristig kein Geld für Essen mehr hat, dann degradiert man sehr sehr schnell vom mündigen Bürger zum verdachtsbehafteten Bittsteller.

Das lässt sich hier einmal sehr schön nachlesen, was einen mit Abgabe eines HartzIV-Antrages so erwartet:

(7) Aufgrund der Unverletzlichkeit der Wohnung nach Artikel 13 Grundge-
setz hat der Betroffene das Recht, dem Außendienstmitarbeiter den Zu-
tritt zu seiner Wohnung zu verweigern; über dieses Recht und die Folgen
der Verweigerung ist er zu belehren. Der Betroffene darf nicht durch Vor-
spiegeln falscher Tatsachen unter Druck gesetzt werden. Der Betroffene
entscheidet selbständig, ob er den Mitarbeitern Zutritt gewährt oder nicht.

Da steht dann also so ein Duo vor der Tür, und spiegelt einem belehrenderweise die richtige Tatsache vor, daß ein “Nein” jetzt bedeutet, auch nix zu fressen zu kriegen. Völlig druckfrei, versteht sich.

Wenn sie dann einmal drin sind:

(10) Eine routinemäßige Durchsicht der Schränke ist nicht zulässig. Unter
Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit kann sie je-
doch möglich sein, wenn eine Sachverhaltsklärung sonst nicht möglich
wäre. Hierzu bedarf es jedoch der ausdrücklichen Einwilligung des Betrof-
fenen.

“Sonst nicht möglich” heisst wohl sowas wie “Wenn auf dem Küchentisch kein Hunni liegt, ist es verhältnismässig danach auch in der Zuckerdose zu suchen, ggf. wieder mit Streichung zu drohen”

Da hat man ja besser immer noch 5 Meter Seil im Haus.

Sauerländer im New Yorker Exil?

May 21st, 2009

So, nachdem alle anderen ja irgendwie schonmal dran waren, brauchten die Amerikaner auch mal ihre Portion “domestic terrorism”, von der Wirtschaftkrise will man ja in der Morgenzeitung nichts mehr lesen.

Das Rezept -made in Germany- ist einfach und bewährt, Hausmannskost quasi:

1. Man hängt ein paar “Nachmieter für Sprengstoff und Zünder gesucht”-Zettelchen an die Laternen im Kiez.
2. Die Deppen, die sich melden, schickt man dann mit feuchter Katzenstreu mit “C4″-Aufklebern, Reiseweckern ausm Kaufhaus, Rolle Draht, Paperback-Koran und Gutscheinen fürs Solarium (dunkler Teint macht sich besser in der Presse) wieder nach Hause, um in der nächsten Woche dann (Uhrenvergleich: elfhundert 55 Zulu!) medienwirksam dort die Tür einzutreten und die erneute heroische Rettung des Abendlandes zu verkünden.

Voila.

Volkspolizei, ick hör dir trappsen

May 16th, 2009

Also, früher hiessen mehr als 3 Leute auf der Strasse noch “Zusammenrottung” und das war verboten.

Scheint heute wieder der Fall zu sein.

Und daß “Taschenmesser” und “Sturmhauben” bereits unters Waffengesetz fallen … wundert mich dann auch nicht mehr.

Wilkommen zuhause.

bundesdeutsche Personalrekrutierung

May 14th, 2009

Wo wohl der Zug der deutschen Politik so hinfährt?

In Hesse’, in Hesse’, da wissn’s am besse !
Am besten, man fragt da jemand von der Bahn.

Denn wo könnte ein Ex-Bahner, der 170.000 Mitarbeiter des Unternehmens mit überwachen liess, besser aufgehoben sein als im Staatsdienst, um zukünftig dort über Recht und Ordnung zu wachen?

politische Selbstporträts

May 10th, 2009

Ein Gespenst geht um in der politischen Landschaft -
das Gespenst der Offenheit, des ehrlichen und kompletten Fallenlassens aller verhübschenden Hüllen.

Allen voran geht gerade mal wieder unser finanzministerierender Oberhehler Peter Steinbrück, der sich gerne als Kavallerist sehen würde, Samstag nach dem Brunch noch ein paar Rothäute jagen. Es sind nur kaum noch welche da, da der Kontinent in den letzten 2 Jahrhunderten recht erfolgreich der Lebensgrundlagen seiner Ureinwohner beraubt wurde. Empfehlung: noch schnell ein paar Runden Paintball, bevor es verboten wird.

Paintball ergibt auch eine schöne Überleitung zu einer weiteren Instanz von Biomasse, die hierzulande Sprechberechtigung hat: Herr Dieter Wiefelspütz.
Sonst hatte er sich ja eher für “Erfassung sexueller Vorlieben im Dienste der Terrorismusbekämpfung” stark gemacht – oder deren Übertragung an Schurkenstaaten wie die USA, grade findet er es allerdings wichtiger gegen “unsittliche Dinge” vorzugehen. Paintball ist gerade unsittlich. Wegen der Amokläufe. Es gibt zwar keinen Zusammanhang, aber gezielt blinder Aktionismus ist nunmal das Gebot der Stunde. Wenn es nun heute um Sitten und Verbote geht, ist das Internet meist nicht weit. Und dazu gibt es – Auf Spuren von vorhandener Sachkenntnis dazu befragt – folgendes erhellendes Selbstverständnis vom Dieterchen zu lesen:

“was soll denn ein “Computer” sein, was soll “Internet” sein?

Ich habe diese Begriffe noch nie gehört oder gelesen. Ich stamme nämlich aus dem vergangenen Jahrtausend.

DNS, TLD, GAGA, GOGO, TRALAFITTI oder was?

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB

MdB steht übrigens für Mitglied des Bundestages.
Fahrbereitschaft, Zweitwohnung, lebenslange Rente – das muss uns dieser dokumentierte Stolz auf die Geisteshaltung eines lobotomierten Sitzenbleibers einfach wert sein.
Und natürlich Deine Stimme bei der nächsten Wahl.

Gute Frau von der Leyen …

April 28th, 2009

… bitte räumen sie doch alsbaldigst hier die ganze Scheisse wieder weg, die grade aus Ihrem Munde in meinen Computer quoll !

Dankend,
[unleserlich]

Der Weg zur Hölle …

April 17th, 2009

ist ja bekanntlich mit guten Intentionen gepflastert.

Sei es die Tierhilfe, die im Supermarkt dazu aufruft, aussterbenden Thunfisch in Dosen an ungewollte Haustiere zur Verfütterung zu spenden, oder nun gerade die Kinderhilfe,
die selbstverständlich die aktuell in Installation befindliche Zensurmaschinerie gutheisst.

An sich ja ein verständlicher Reflex, wenn nicht im gleichen Atemzuge die Erweiterung auf das Modell “China” als digitale Endlösung gefordert werden würde.

Es wird dort zwar “England” genannt, aber auch das ist keine anstrebenswerte Referenz, ihr lieben Leute.

Liebe Kinderhilfe, merkt ihr eigentlich grade, das ihr da hypnotisiert auf den Lolli starrt, den euch der grosse fremde Mann hinhält?
Und jetzt erzählt er euch auch noch, er hätte da noch viiiel viiiel mehr Lollis zuhause, man muss nur hingehen …..
Ist das nicht genau das, wovor euch eure Eltern und die jüngere Geschichte gewarnt haben sollten?

Wieviele Mannjahre wurden hier in Schulen verschlafen, um nun einfach nicht begreifen zu wollen das es einfach nicht gut ist, wenn man Leuten gesttattet, unkontrollierte geheime Listen zu führen?

Zeitschleifen

April 2nd, 2009

Wenn ich mir aktuelle Bilder der “Gewalt in London” ansehe, fühle ich mich irgendwie sehr stark die “Erstürmung” der STASI-Zentrale in der Normannenstrasse erinnert, inklusive aller Geschmäckle, die dieser anhaften …